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Pro-Contra-Debatte

Kurzbeschreibung

Pro-Contra-Debatte (aus: www.fachdidaktik-einecke.de/7_Unterrichtsmethoden/amerikanische_debatte.htm).
Die Lehrperson gibt ein Thema vor und formuliert dieses so, dass eine klare „entweder-oder-Polarisierung“ deutlich wird.

Die Studierendengruppe wird halbiert und einer inhaltlichen Position zugeordnet, so dass eine „pro“- und eine „contra“-Partei entstehen. Jede Gruppe hat ca. 10 Minuten Zeit, um Argumente für ihre Ansicht zu sammeln. Bei einer größerern Anzahl Studierender kann eine dritte Gruppe gebildet und dieser Beobachtungsaufgaben zugeteilt werden.

Nun folgt der Austausch der Argumente (20 bis 40 Minuten). Hierfür bietet es sich an, die Sitzordnung so zu ändern, dass sich die Parteien in zwei Reihen gegenübersitzen und es ein Stehpult für die/den jeweilige/n Sprecher/-in gibt. Abwechselnd treten Vertreter/-innen aus der „pro“- und „contra“-Partei an das Pult und nennen ihre Argumente.

Es wird empfohlen, dass der/die Lehrende die genannten Argumente stichwortartig festhält. So können sie im letzten Schritt einfacher ausgewertet werden. Neben den inhaltlichen Punkten, die der Weiterarbeit am Thema dienen, können auch persönliche Erfahrungen während der Debatte (Reaktionen, Selbstwahrnehmungen) thematisiert werden. Wenn vorhanden, sollten hier zudem die Ergebnisse der Beobachter-Gruppe einfließen.
Während der Argumentation kann Emotionalität entstehen. Daher sollte danach versucht werden, wieder eine sachliche Atmosphäre zu schaffen, in der die Auswertung stattfinden kann (z. B. alte Sitzordnung wiederherstellen, Argumente in Stichworten sammeln).
Quelle: Hops, A. (2012): Pro und Contra. In Müller, Alsheimer, Iberer, Papenkort (2012): methoden-kartothek.de. Spielend Seminare planen für Weiterbildung, Training und Schule. Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag.
Verortung im Seminarablauf
Durchführung
Sozialform
Gruppenarbeit, Plenum
Teilnehmerzahl
gering bis mittel (10 bis 30)
Zeitbedarf
lang (45 bis 90 Minuten)
Vorbereitungsaufwand
mittel
Lernsetting
Präsenz, Online
Lernmedien
analog, digital
mögliche Einsatzszenarien
Aktivierung, Analyse, Diskussion, eigene/andere Positionen wahrnehmen, eigenständige Seminarform, Erarbeitung von Inhalten/Themen, Lernen durch Beobachten, Meinungsbildung, Motivation fördern, Reflexion, situiertes Lernen, Wissen festigen


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