ILIAS Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
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Herzlich Willkommen in der Lernlandschaft "heterogenitätssensible Methoden"!

Wie kann der Vielfalt von Studierenden in Seminarveranstaltungen begegnet werden? Welche Präsenz- oder E-Learning-Methoden bieten sich hierfür an?
Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wurde im Rahmen des Verbundprojektes HET LSA an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ein Blended Learning Kurs zum Thema "heterogenitätssensible Seminargestaltung" erarbeitet, an dem Lehrende und wissenschaftliche MitarbeiterInnen aller Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalts teilnehmen können. Die Entwicklung und Durchführung des Qualifizierungsangebots erfolgt in Kooperation mit dem Institut für multiprofessionelle Kooperation sowie dem @LLZ der MLU. Im Rahmen der Zusammenarbeit entstand u. a. diese Methodensammlung - unsere sog. "Lernlandschaft" - die auch unabhängig vom Kurs genutzt werden kann.
Hier können Sie verschiedene Methoden erkunden, die sich im Sinne einer heterogenitätssensiblen Seminargestaltung anwenden lassen. Wenn Sie mit dem Cursor über das Landschaftsbild wandern, werden Ihnen Kategorien angezeigt, denen die einzelnen Methoden zugeordnet sind. Diese werden unter "Wissenswertes über die Lernlandschaft" genauer erläutert.
An welche dieser Orte zieht es Sie? Schauen Sie sich in Ruhe um und verweilen Sie an Plätzen, die Sie interessieren.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Entdeckungstour!
Wissenswertes über die Lernlandschaft
Erläuterung der Kategorien der Lernlandschaft
  • Stiller See der Einzelarbeit: Die Studierenden bearbeiten eine gestellte Aufgabe jeweils allein. Einzelarbeit bietet Lernenden die Möglichkeit, ihren Lernprozess individuell zu gestalten (z. B. ein eigenes Lerntempo zu wählen). Hierbei findet der Lernprozess in einer persönlichen Schutzzone statt und der Lernende wird aktiviert. Da Einzelarbeit jedoch auch isolierend wirken kann, sich Fehler verfestigen können und keine Möglichkeit zum Austausch gegeben ist, empfiehlt es sich, die Einzelarbeit um weitere Sozialformen zu ergänzen.
  • Ufer der Partnerarbeit: Zwei Studierende bearbeiten gemeinsam eine gestellte Aufgabe. Wie die Einzelarbeit ermöglicht auch die Partnerarbeit die Gestaltung eines individualisierten Lernprozesses in einer vertrauensvollen Schutzzone. Hinzu kommen dynamische Aspekte wie gegenseitige Anregungen und kommunikative Begegnungen. Für sehr umfangreiche Aufgaben ist die Partnerarbeit jedoch i. d. R. nicht geeignet.
  • Gipfel der Gruppenarbeit: Eine Gruppe besteht aus mehr als zwei Studierenden (Partner) und weniger Studierenden als die Gesamtanzahl der Teilnehmenden eines Kurses (Plenum). Gruppenarbeit kann positive Effekte wie Erfahrungs- und Erkenntnisaustausch, Aktivierung zurückhaltender Studierender, Vervielfältigung der Leistungsfähigkeit Einzelner und Kontaktermöglichung hervorbringen. Ebenso ist es heutzutage eine wichtige Kompetenz, in Gruppen zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren, die in Gruppenarbeiten trainiert wird. Gruppenarbeiten birgen jedoch auch Gefahren. So können sich einzelne Studierende aus der Verantwortung ziehen oder die Gruppe arbeitet aufgrund von Koordinationsproblemen weniger effektiv. Um dem letztgenannten Punkt vorzubeugen, ist eine klare Organisation mit einem klaren Arbeitsauftrag notwendig.
  • Sphäre der Großgruppen: Hiermit ist die Arbeit im Plenum gemeint: Der/die Lehrende übernimmt eine eher aktive, steuernde und die Studierenden eine eher passive Rolle. Diese Sozialform ist die in Schule und Erwachsenenbildung am meisten vorherrschende. Folgende Vorteile bringt sie mit sich: sie ist ökonomisch, Studierende sind diese Form gewohnt, der/die Lehrende kann das Geschehen gut kontrollieren, die gesamte Gruppe kann ein „Wir“-Gefühl aufbauen und es ist die Möglichkeit für spannende, eindrückliche Demonstrationen geboten. Jedoch bestehen auch Gefahren. So kann die Sozialform in einen reinen Monolog konvertieren, es kann ein Autoritätsgefälle entstehen und Individualität (z. B. unterschiedliche Lerntempi, Erfahrungen) findet keine Berücksichtigung.
  • Wald des Feedbacks: Feedback ist eine Rückmeldung an einen Studierenden oder eine Studierendengruppe, wie ihre Leistung oder ihr Verhalten von anderen wahrgenommen wurde. Feedback ist aus mehreren Gründen wichtig: es fördert die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen ebenso wie die Teamentwicklung der Gruppe. Es werden Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen trainiert, die eine wichtige Voraussetzung für gesunde Beziehungen und fruchtbare Zusammenarbeit sind
Quellen: 
Lizenzhinweis
Die "Lernlandschaft heterogenitätssensible Seminarmethoden" von Marie-Kristin Dame, Wenke Lungenmuß, Daniela Schmidt, Anja Schulz (alle @LLZ | Universität Halle) und Rahel Szalai (Institut für multiprofessionelle Kooperation) ist lizenziert unter einer Creative-Commons-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0.

Die Inhalte der Lernlandschaft, also Texte, Abbildungen, Videos und Audios, stehen, sofern nicht gesondert gekennzeichnet, unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ (CC BY SA 4.0). Die Inhalte dürfen bei Namensnennung der o. g. Autorinnen beliebig vervielfältigt, verbreitet und öffentlich wiedergegeben (z. B. online gestellt) werden. Bearbeitungen sind gestattet; die Veröffentlichung ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass sie unter den gleichen oder vergleichbaren Lizenzbestimmungen erfolgt. Wenn eine Bearbeitung vorgenommen wird, muss auf die Übernahme des Ursprungswerks und die hieran vorgenommenen Änderungen hingewiesen werden. Der Lizenztext kann abgerufen werden unter: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.
Bei der Weiternutzung müssen die Quelle und der Lizenztext verlinkt werden.

Die Kennzeichnung kann inklusive der notwendigen Links wie in dem unten dargestellten Beispiel erfolgen:
Auszug aus: "Lernlandschaft heterogenitätssensible Seminarmethoden", Lernmodul zur Methode "Lerntempoduett" von Marie-Kristin Dame, Wenke Lungenmuß, Daniela Schmidt, Anja Schulz (alle @LLZ | Universität Halle) und Rahel Szalai (Institut für multiprofessionelle Kooperation), lizenziert unter CC BY SA 4.0.
CC0
Wald des FeedbacksGipfel der GruppenarbeitStiller See der EinzelarbeitUfer der PartnerarbeitSphäre der GroßgruppenWald des Feedbacks

Kategorien

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In diesem Ordner haben wir Methoden für die Einzelarbeit zusammengestellt.
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In diesem Ordner haben wir Methoden für die Partnerarbeit zusammengestellt.
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In diesem Ordner finden sich Methoden für die Gruppenarbeit bzw. das kooperative Lernen.
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In diesem Ordner haben wir Methoden zusammengestellt, die sich für das gesamte Plenum oder auch für Großgruppen eignen.
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In diesem Ordner haben wir Feedback-Methoden zusammengestellt.

Datensammlungen

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Diese Tabelle listet sämtliche Methoden auf, die in der Lernlandschaft enthalten sind. Die Anzeige lässt sich über die Filter (S